Freie Wähler Eschborn-Niederhöchstadt


20.02.2017

FWE Standpunkt: Ein wichtiger Schritt in Richtung Halle

Letzten Donnerstag stand, wieder einmal, die Erweiterung des Wiesenbades auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung.

Für den flüchtigen Leser des gemeinsamen Antrages von SPD, FDP, FWE und Linke mag der Eindruck entstehen, es würde bei dieser wichtigen Angelegenheit ein Rückschritt gemacht werden, denn der in 2015 gefasste Beschluss zum Wiesenbad soll mit diesem Antrag rückgängig gemacht werden. Tatsächlich verhält es sich jedoch so, dass die Rücknahme dieses Beschlusses der erste Schritt in Richtung einer neuen Schwimmhalle ist. In 2015 war der Ausbau des vorhandenen Außenbeckens beschlossen worden. Eine neue Schwimmhalle wurde damals noch mehrheitlich abgelehnt.

Die FWE hat von Anfang an klar für den Bau einer neuen Schwimmhalle mit Schiebefassade plädiert, bei gleichzeitiger Beibehaltung des Freibades in seiner jetzigen Größe. Die Vorteile diese Variante sind eindeutig: Sowohl im Winter, als auch im Sommer, wenn im Wiesenbad Wettkämpfe ausgetragen werden, wird es genug Platz für Schwimmbadgäste geben. Auch wenn die jetzige Halle wegen Renovierungs- oder Reinigungsarbeiten geschlossen werden muss, ist weiterhin ein Hallenbetrieb möglich. Und das Freibad ist den ganzen Sommer sozusagen unangetastet, also ohne Einschränkungen durch Wettkämpfe in Betrieb.

Einen ganz neuen Aspekt brachte jetzt die CDU in die Diskussion ein, nämlich dass der Ausbau des Freibades doch nur ein erster Teil der Erweiterung sei. Der Freibadausbau würde doch einem nachfolgenden Hallenneubau nicht im Wege stehen, wurde dem verwundert und ungläubig lauschenden Publikum mitgeteilt. Soll das etwa heißen, die CDU ist ebenfalls für einen Hallenneubau, jedoch sollte erst einmal das Freibad auf 50-m Bahnen erweitert werden? Wie passt denn da die Argumentation aus 2015, als der Hallenneubau noch wegen der hohen Kosten abgelehnt wurde? Jetzt sollen es gleich zwei 50-m Becken werden?

Die hohen Kosten, die im ursprünglichen Variantenvergleich möglicher Schwimmbaderweiterungen genannt wurden, waren es übrigens, die die FWE stutzig machten. Und dies zur recht! Wurden die damals vorgelegten Kostenschätzungen doch von einem Büro vorgenommen, dass bis auf private Pools noch keinerlei Erfahrung mit dem Bau von Schwimmbädern hatte. Nach kurzer Recherchearbeit stand für die FWE fest, dass dieses Zahlenmaterial keine fundierte Grundlage für die Entscheidung Hallenneubau oder Freibaderweiterung darstellt.
Der erste Schritt ist nun die Aufhebung des alten Beschlusses, um auf der Basis von aktuellen Zahlen, berechnet durch eine Fachfirma, einen neuen Beschluss für eine Schwimmhalle fassen zu können.

Auch Landrat Cyriax ist ein Befürworter von Hallenbädern und sieht hier die Kommunen in der Pflicht. Schließlich liegt es im Interesse des Kreises, dass das Fach „Schulschwimmen“ weiterhin angeboten werden kann und alle Kinder schwimmen lernen. Derzeit sind die drei existierenden Schwimmhallen im Main-Taunus-Kreis ausgelastet, oder vielmehr überlastet. Eine finanzielle Unterstützung des Kreises, wie von Landrat Cyriax angesprochen, ist sicher für den laufenden Betrieb einer neuen Wiesenbad-Schwimmhalle ein interessanter und zu diskutierender Aspekt in der weiteren Entwicklung.

Dieser Antrag ist der erste und richtige Schritt in Richtung der dringend benötigten und übrigens vor Jahren bereits den Schwimmvereinen versprochenen 50-m Schwimmhalle.