Freie Wähler Eschborn-Niederhöchstadt


21.04.2017

FWE-Standpunkt : Wiesenbad für Eschborn

In der letzten Stadtverordnetenversammlung im Februar hatte das Bündnis für Eschborn, bestehend aus SPD, FPD, FWE und der Linke.Eschborn beschlossen, den alten Beschluss zum Wiesenbad, nämlich die Erweiterung des Außenbeckens, aufzuheben.

Statt dessen soll mit der Planung für der Bau einer neuen Schwimm-Halle mit 50-m-Bahnen begonnen werden und dieses neue Konzept der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Am nächsten Mittwoch wird im Bau- und Umweltausschuss dieser Beschluss mit der Vorlage „Erweiterung Wiesenbad – Beschluss über die Fortführung der Planung“ umgesetzt.

Seit das Thema Wiesenbaderweiterung diskutiert wurde, hat sich die FWE für den Bau einer neuen Schwimm-Halle eingesetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sowohl im Winter, als auch im Sommer, wenn im Wiesenbad Wettkämpfe ausgetragen werden, wird es genug Platz für Schwimmbadgäste geben. Auch wenn die jetzige Halle wegen Renovierungs- oder Reinigungsarbeiten geschlossen werden muss, ist weiterhin ein Hallenbetrieb möglich.

Außerdem soll das Außenbecken in seiner jetzigen Größe erhalten bleiben.

Die FWE war die erste Fraktion, die für den Erhalt des Außenbeckens eingetreten ist, dessen Verkleinerung noch Bestandteil der ersten Planungen war.

Sehr verwundert jetzt die aktuelle Presseerklärung der Fraktion Die Grünen. Die noch vor wenigen Wochen vehement vertretene Meinung, lediglich das Außenbecken zu erweitern, ist offensichtlich nicht mehr der Plan. Vielmehr soll die alte Halle abgerissen werden, um doch eine neue Halle zu bauen. Wie in der Presse zu lesen war, erkennen die Grünen in der alten Halle jetzt plötzlich bauliche Mängel, die einen Abriss der Halle nahelegen.

Zur Erinnerung: Bis vor kurzem hat die Halle noch genügt und lediglich das Außenbecken sollte erweitert werden. Jetzt soll es nicht nur eine neue 50-m-Halle geben, mit neuer Sauna, neuem Sprungbecken, neuem Nicht-Schwimmer-Becken, neuem Eltern-Kind-Bereich und was man sonst noch alles gebrauchen könnte, sondern zusätzlich die Erweiterung des Außenbeckens. Im gleichen Atemzug werden jedoch auch die Kosten bemängelt, die bei dem Betrieb von zwei Hallen anfallen würden. Auf die Kosten für zwei neue 50-m-Anlagen gehen die Grünen nicht näher ein.

Die alte Halle, deren Abriss die Grünen fordern, ist nach Meinung der FWE baulich keineswegs in einem schlechten Zustand. Da wir in diesem Gebiet jedoch keine Fachleute sind, holen wir uns gerne fachkundigen Rat ein.

Das gilt genauso für die Entscheidung der FWE, sich für den Bau einer neuen Schwimm-Halle zu entscheiden. „Als es darum ging, sich zwischen dem Bau einer Halle und einer Außenbeckenerweiterung zu entscheiden, haben wir uns von Fachleuten auf dem Gebiet „Schwimmbadbau“ beraten lassen,“ erläutert Fraktionsvorsitzende Regine Seidel. „Uns wurde schnell klar, dass die Erweiterungsvarianten, die dem Stadtparlament im Jahr 2013 vorgelegt worden waren, nicht auf belastbaren Daten beruhten.“

Sowohl die von uns angesprochenen Fachleute als auch Nutzer des Wiesenbades und Vertreter und Mitglieder der Eschborner Schwimmvereine sprachen sich eindeutig für die Hallen-Lösung aus. Diese Lösung vertritt die FWE nach wie vor, zusammen mit den Mitgliedern des Bündnisses für Eschborn.

„Wir wollen ein Schwimmbad für Eschborn. Für die Bürgerinnen und Bürger, die Kinder, die Schulklassen und auch die Vereine,“ bekräftigt Klaus-Peter Henrich, FWE-Vertreter im Bau- und Umweltausschuss. „Wie die Grünen auf eine Differenzierung zwischen Bürger erster und zweiter Klasse kommen, können wir nicht nachvollziehen. Die Vereinsmitglieder sind ebenfalls Bürger und keine Außerirdischen, vor denen die „echten“ Bürger geschützt werden müssen.“

Selbstverständlich wird die neue Halle auch für den regulären Schwimmbetrieb benutzbar sein. Ein großer Vorteil liegt jedoch darin, dass der Vereinssport aus der kleinen Halle in die neue Halle umgelagert werden kann und die kleine Halle vollständig den Badegästen zur Verfügung steht. Umgekehrt kann insbesondere das Schulschwimmen mit kleinen Kindern weiterhin in der kleinen Halle stattfinden, während der reguläre Badebetrieb in der großen Halle stattfinden kann. Es ist gerade die Flexibilität, die diese Lösung so attraktiv macht.

Im Hinblick auf die Kosten wiederholen wir gerne unsere Aufforderung an den Kreis, sich finanziell an Baukosten und/oder laufenden Betriebskosten des neuen Eschborner Wiesenbades zu beteiligen, wie von Landrat Cyriax im Zuge des Landratswahlkampfes angesprochen.