Freie Wähler Eschborn-Niederhöchstadt


06.02.2018

FWE Standpunkt: Nach Besuch von Mike Josef – Keine Bebauung westlich der A5!

Ende 2017 hatte die Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich beschlossen, Frankfurt Gelegenheit zu geben, die Pläne des geplanten Stadtteils, angrenzend an die Gemarkung von Oberursel, Steinbach und Eschborn, detailliert in Eschborn vorzustellen und dabei die offenen  Fragen der Stadtverordneten zu beantworten. In der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses war somit der Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Mike Josef, zu Gast.

Der Besuch war leider schon dadurch vorbelastet, dass Mike Josef nicht im Vorfeld der Planungen auf Eschborn zugegangen war, um die Stadt und Bürgerinnen und Bürger über die Frankfurter Pläne zu informieren.

Obwohl der Frankfurter Planungsdezernent offen auf alle Fragen und insbesondere die geäußerten Bedenken der Eschborner Stadtverordneten einging, konnte es ihm nicht gelingen, diese Bedenken zu entkräften. Es wurde zwar deutlich, dass Frankfurt erst am Anfang der Planung steht und viele Fragen nicht beantwortet werden konnten, dennoch hat sich für die FWE die bereits geäußerte Skepsis insbesondere bezüglich der Bebauung westlich der A5 verstärkt. Insbesondere die katastrophale Verkehrssituation, die sich für Eschborn mit einer Wohnbebauung westlich der A5 ergeben würde, ist völlig inakzeptabel. Wie Herr Josef mehrfach betonte, soll  die Verkehrserschließung für dieses Wohngebiet über die Gemarkung der Nachbargemeinden Eschborn, Steinbach und Oberursel führen. Diese, für Frankfurt finanziell günstigere Lösung würde zu einem Verkehrskollaps rund um Eschborn führen, vor allem da Eschborn schon jeden Tag mehr als 30.000 Pendler aufnehmen muss. Neben der immensen Verkehrsbelastung ist auch der Verlust von wertvollen Ackerflächen und die Beeinträchtigung der wichtigen Frischluftschneise vom Taunus nach Frankfurt zu nennen.

Die FWE spricht Frankfurt selbstverständlich nicht das Recht ab, auf ihren Gemarkungen Wohnungen zu bauen. Nicht nur im Frankfurter Raum ist Wohnraum, der für Menschen mit niedrigeren Einkommen bezahlbar ist, dringend von Nöten. Aber auch der Bau der neuen Wohnungen würde das Wohnungsproblem der Stadt Frankfurt nicht lösen und der durch den Dezernenten Mike Josef angekündigte Quadratmeterpreis von 9,- € bis 10,- € Kaltmiete wird von einem Großteil der Normalbürger nicht zu erbringen sein.

Die Aussage sowohl des Oberbürgermeisters als auch des Planungsdezernenten aus Frankfurt, es wird ohne Rücksicht auf die Nachbarkommunen gebaut, ist für die FWE nicht tragbar. Bereits Ende 2017 hatte die FWE in einer Presseerklärung ihre große Skepsis gegenüber der Bebauung westlich der A5 erklärt. Dennoch hatten wir uns, wie auch die Mehrheit der Eschborner Stadtverordnetenversammlung, entschlossen, erst weitere Informationen zu dem Bauvorhaben von den Frankfurter Verantwortlichen zu bekommen, um dann im Anschluss eine fundierte, auf den aktuellen Fakten basierende Wertung abzugeben.

Nach dem Vortrag des Frankfurter Planungsdezernenten stellen wir fest, dass sich unsere anfänglichen Bedenken bestätigt haben und wir eine Bebauung westlich der A5 ablehnen. Wir werden alles Mögliche tun, um diese für Eschborn und seine Bürgerinnen und Bürger extrem negative Entwicklung zu verhindern.

Zu der geplanten Bürgerversammlung im Mai wird der Planungsdezernent Mike Josef erneut nach Eschborn kommen und dann auch den Bürgerinnen und Bürgern zu seinen Siedlungsplänen Rede und Antwort stehen.  Es ist zu hoffen, dass dann detailliertere Informationen gegeben werden können. Eine Änderung unserer Meinung bezüglich der Bebauung westlich der A5 sehen wir jedoch nicht.

Die FWE hofft, dass nach dem Besuch von Mike Josef es möglich ist, eine gemeinsame Resolution aller Fraktionen und des Bürgermeisters zu verfassen und zu verabschieden.