Freie Wähler Eschborn-Niederhöchstadt


17.04.2018

FWE Standpunkt: Wiesenbaderweiterung – Kurz vor dem Rollen der Bagger !

Ein turbulentes Kapitel der Eschborner Stadtpolitik wird in diesen Tagen abgeschlossen. Der Auftrag zur Generalplanung für die Erweiterung des Wiesenbades mit einer 50-m-Halle wurde nach der erfolgten Ausschreibung an das Hamburger Büro Geising und Böker vergeben.

Turbulent deshalb, da es über Jahre hinweg ein Hin und Her zwischen der Entscheidung für eine neue Halle oder eine Außenbeckenerweiterung gab.

Die ursprünglich noch von Ex-BGM Speckhardt seit 2011 versprochene Hallenlösung war 2015 für CDU und Grünen nicht mehr von Interesse. Vielmehr wurde plötzlich eine Außenbeckenerweiterung favorisiert, die bis dato keine wirkliche Alternative dargestellt hatte. Auch die SPD-Fraktion ließ sich von dieser Umkehr überzeugen. So kam es 2015 zu dem Beschluss der Erweiterung des Außenbeckens.

Die FWE hatte von Anfang an klar für den Bau einer neuen Schwimmhalle mit Schiebefassade plädiert, bei gleichzeitiger Beibehaltung des Freibades in seiner jetzigen Größe. Die Vorteile diese Variante sind eindeutig: Sowohl im Winter, als auch im Sommer, wenn im Wiesenbad Wettkämpfe ausgetragen werden, wird es genug Platz für Schwimmbadgäste geben. Auch wenn die jetzige Halle wegen Renovierungs- oder Reinigungsarbeiten geschlossen werden muss, ist weiterhin ein Hallenbetrieb möglich. Und das Freibad ist den ganzen Sommer sozusagen unangetastet, also ohne Einschränkungen durch Wettkämpfe, in Betrieb.

Die Kommunalwahl 2016 änderte die Mehrheitsverhältnisse. Es bildete sich das Bündnis aus SPD, FDP, FWE und die Linke.Eschborn. Und das Thema Wiesenbad kam wieder auf die Tagesordnung.

Schließlich waren es die intensiven Recherchen der FWE bei umliegenden Schwimmbädern und Schwimmbadplanungsbüros in Deutschland, zu Vor- und Nachteilen der beiden Varianten, auch zu den zu erwarteten Kosten, die den Ausschlag gaben. Die vorgelegten Erkenntnisse führten dazu, dass nun doch mehrheitlich die Hallenlösung präferiert wurde.

Im ersten Schritt in Richtung Halle wurde Anfang 2017 der alte Beschluss zur Außenbeckenerweiterung aufgehoben. Kurze Zeit später wurde der Magistrat beauftragt, einen Planer zu finden, der aus den Ideen und Vorstellungen für die neue Halle umsetzbare Pläne erstellen soll.

„Was lange währt, wird endlich gut“, erklärt Klaus-Peter Henrich, Mitglied im Bau- und Umweltausschuss. „Es hat lange gedauert und einige Umwege mussten in Kauf genommen werden, aber jetzt kann es losgehen.“

Wie bereits in der Presse zu lesen war, sollen im Herbst erste Entwürfe vorgelegt werden. Bei einem Baubeginn ungefähr in einem Jahr könnten sich im Sommer 2020 schon die Badegäste an der neuen Halle erfreuen.

„Wir sind sehr erfreut über diese Entwicklung“, stellt Regine Seidel, FWE-Fraktionsvorsitzende fest. „Es zeigt sich wieder einmal, dass es sich lohnt, an etwas festzuhalten und sich dafür einzusetzen, wenn man davon überzeugt ist, dass es die richtige Entscheidung ist. Und bei der Entscheidung für die neue Halle waren wir von Anfang an davon überzeugt.“

„Wenn dann im Sommer 2020 die neue Halle in Betrieb geht, werden wir uns dann auch dem Außenbereich widmen,“ kündigt FWE -Stadtverordneter Jörg Baumgardt an. In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbeirat wollen wir den Außenbereich attraktiver und vielseitiger gestalten. Ideen sammeln wir bereits.“

Doch jetzt erwarten wir erst einmal mit Spannung die Pläne der Halle, die den Stadtverordneten und den Bürgerinnen und Bürgern im Herbst vorgestellt werden sollen.